Evotec: Breitseite von der Deutschen Bank

Unser Depotwert Evotec muss zur Wochenmitte einen spürbaren Dämpfer hinnehmen. So verlor die Aktie des Biotech-Unternehmens am Vormittag über 3 %. Was klar auf das Konto einer neuen Einschätzung durch den zuständigen Analysten der Deutschen Bank geht. Dieser hatte die Aktie von Kaufen auf Halten zurückgestuft.

Schaut man sich die Begründung an, scheint es aber eher Entwarnung zu geben. Denn an den sehr guten Wachstumsperspektiven rüttelt auch diese neue Einschätzung nicht. Allerdings sieht die Deutsche Bank bei Evotec zumindest die kurz- bis mittelfristigen Chancen als eingepreist an. Schliesslich hat das Unternehmen bzw. die Aktie in diesem Jahr schon 40 % zulegen können und gerade bei 25,45 Euro ein neues Allzeit-Hoch erreichen können...


Unsere Einschätzung: Natürlich ist nach solch einer Rallye eine Verschnaufpause mehr als nachvollziehbar. Auch dass hier Analysten zumindest kurzfristig von Kaufempfehlungen abdrücken. Wichtig bleibt, dass das Geschäftsmodell für die Zukunft tragfähig bleibt. Und da verfügt Evotec bekanntlich über eine grosse Wirkstoff-Bibliothek, die das Unternehmen nach wie vor sehr interessant als Partner für Pharma- und andere Biotech-Unternehmen macht. 

Wobei in wenigen Jahren davon auszugehen ist, dass dann auch die Umsätze deutlich ansteigen werden, wenn erste Präparate aus den jeweiligen Forschungsallianzen den Weg an den Markt finden könnten. Dann würde auch die Einschätzung des Wachstumspotenzials von Evotec einfacher werden, das bislang stark von Meilenstein-Zahlungen  und Forschungsgeldern geprägt ist.

Fazit: Wir gehen nicht davon aus, dass aus der angedeuteten Konsolidierung ein ernsthaftes Abwärtsrisiko entsteht und bleiben entsprechend bei unserer Investment-Empfehlung.