Uber und Lyft: Das Rennen zum Aktienmarkt wird heiss

Das aktuelle Börsenjahr könnte zum Jahr der Fahrdienste werden. Denn die beiden US-Wettbewerber Uber und Lyft hatten schon letztes Jahr angekündigt, in 2019 den Gang an die Börse zu wagen. Dabei scheint es von Anfang an ein Kampf David gegen Goliath zu sein. Denn während Uber nach bisherigen Prognosen eine Bewertung am Aktienmarkt von bis zu 120 Milliarden Dollar bekommen könnte, liegen die Schätzungen bei Lyft derzeit im Bereich von 18 bis 30 Milliarden Dollar.

Beide Firmen sind Flaggschiffe der sogenannten Sharing Economy. Wobei die Sympathien in der öffentlichen Wahrnehmung recht eindeutig verteilt sind. Während Uber mit seiner weltweiten Expansion und zuweilen fragwürdigen Umgang mit seinen Fahrern und den Gesetzen in den jeweiligen Zielmärkten als „Böser“ gilt, werden die Leute von Lyft, das sich bislang nur auf den amerikanischen und kanadischen Markt konzentriert, als die „Nice Guys“ angesehen...

Wirecard: Folgt nächste Woche endlich der Ausbruch?

Am Ende der Woche ist die Luft etwas raus beim Zahlungsdienstleister Wirecard. Es reichte letztlich nur für einen unveränderten Kurs am Freitag, während der Gesamtmarkt insgesamt deutlich besser abschnitt. Allerdings dürfte dies kein erneutes Krisensignal sein.

Denn in den Tagen zuvor hatte Wirecard seinen Erholungstrend vorantreiben können. Auf Wochenbasis schlug immerhin bis zum Redaktionsschluss dieses Artikels ein Plus von rund 9,2 % zu Buche. Allerdings bleibt deutlich: Hierbei handelt es sich immer noch um eine rein technische Gegenreaktion auf die bekannten vorangegangenen Verluste...

Deutsche Bank: Fusions-Spekulation bleibt Kurstreiber

Bei Deutschlands noch grössten privaten Geldinstitut dominieren nach wie vor die Überlegungen zu einem möglichen Zusammenschluss mit der Commerzbank. Allerdings mehren sich die Stimmen, die solch einer Fusion kritisch gegenüberstehen.

Denn es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Von politischer Seite wurde diese Idee ins Rennen geschickt mit der Vorstellung, dass die grösste Volkswirtschaft in der EU auch eine tatsächliche deutsche Grossbank haben müsse, um die heimische Wirtschaft mit zu finanzieren. Das Problem dabei: Sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank stecken jeweils in tiefgreifenden Restrukturierungen und es dürfte selbst unter dem Aspekt, dass alles halbwegs reibungslos verläuft, noch Jahre dauern, bis hier ein Abschluss der Arbeiten gefunden wird...

BioMarin: Der nächste Übernahmekandidat auf der Liste?

Die Pharmabranche gehört seit Monaten zu den aktivsten Akteuren im Bereich von Akquisitionen. Zuletzt sorgte die Schweizer Roche für Aufsehen mit der Ankündigung, die amerikanische Biotech-Firma Spark Therapeutics für rund 4,3 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Wir hatten dies bereits in der aktuellen Ausgabe des Zürcher Trends besprochen. In diesem Zusammenhang fiel auch der Name BioMarin Pharmaceutical.

Diesen Wert schauen wir uns an dieser Stelle etwas genauer an. BioMarin Pharmaceutical ist ein amerikanisches Biotech-Unternehmen, dessen Kernkompetenz im Bereich von Therapien liegt, die Enzyme ersetzen sollen. Dabei gilt das Unternehmen nach wie vor als sogenannte Orphan-Drug-Firma. Das bedeutet, dass alle bereits vermarkteten Medikamente für sehr spezielle Erkrankungen eingesetzt werden, die meist nur ein limitiertes Marktpotenzial haben. Das ermöglicht letztlich den entsprechenden Unternehmen einen schnelleren Zulassungsablauf, zum anderen meist deutlich höhere Preise.

Aktuell steht BioMarin Pharmaceutical insbesondere mit seinem Forschungsschwerpunkt Hämophilie (Bluterkrankheit) im Fokus des Marktes. Was auch die aktuelle Spekulation angeheizt hat, dass Roche nach Spark Therapeutics auch BioMarin Pharmaceutical ins Visier nehmen könnte. Doch auch ohne diese Spekulation hat BioMarin durchaus Kurspotenzial...

Steht Infineon wieder vor einer Trendumkehr?

Für den deutschen Halbleiterproduzenten Infineon waren die letzten Monate, soweit es zumindest die Performance an der Börse betrifft, wenig erfolgreich. Das steht in starkem Kontrast zu dem, was der Konzern bezüglich seines Geschäftes melden konnte. Darauf basierend wachsen nun auch am Markt die Chancen für einen neuerlichen Aufschwung.

Schaut man auf die Nachrichten-Timeline, fällt auf: Gute fundamentale Ansätze von Infineon selbst wurden regelmäßig durch schlechte Nachrichten anderer Firmen ausgebremst.