Renault: Personalie erschüttert

Aufregung beim französischen Autobauer Renault. Die Aktie machte zum Wochenbeginn einen tiefen Taucher. Was war passiert?

Aus Japan wird berichtet, dass Renault-Chef Carlos Ghosn, der auch beim Partner Nissan als Verwaltungsratschef Verantwortung trägt, die Verhaftung droht. Er soll in den Jahresabschlüssen von Nissan das eigene Einkommen zu niedrig angegeben und dadurch gegen japanische Finanzmarktregeln verstoßen haben. Eine mögliche Konsequenz neben der strafrechtlichen wäre auch ein Rauswurf bei Nissan, was natürlich erhebliche Folgen wohl auch für die Allianz mit Renault hätte.

Wie bei einer Verurteilung/Strafe/Rauswurf von Ghosn seine Zukunft bei Renault aussehen könnte, bleibt ungewiss. Grundsätzlich dürfte allerdings gelten, dass der bislang als geradezu unantastbar angesehene Manager seinen Nimbus und womöglich auch seine Gestaltungsfähigkeit verlieren könnte. Und das in einer Zeit, wo Renault neue Herausforderungen ins Haus stehen. Welche dies sind, werden wir Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Zürcher Trends skizzieren.

Nachtrag: Inzwischen wurde bestätigt, dass Ghosn wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung verhaftet wurde.